Wie Schweizer Dienstleister in ChatGPT, Google AI Overviews und Perplexity sichtbarer werden
Von Amel Lozic, Inhaber Innoloza
April 2026
7 Min. Lesezeit
KI-Systeme wie ChatGPT, Google AI Overviews und Perplexity beantworten täglich Millionen von Fragen. Immer häufiger auch Fragen, die früher direkt zu einer Website geführt hätten: "Welcher Treuhänder in Zürich ist empfehlenswert?" oder "Was kostet ein Immobilienmakler in der Schweiz?"
Ob und wie oft Ihr Unternehmen in solchen Antworten vorkommt, ist kein Zufall. Es hängt davon ab, wie Ihre Inhalte strukturiert sind, welche Vertrauenssignale Sie senden und wie konsistent Ihr digitaler Auftritt aufgebaut ist. Dieser Artikel erklärt, was Sie konkret tun können.
Wie KI-Systeme entscheiden, wen sie erwähnen
KI-Suchsysteme wie Perplexity oder Google AI Overviews greifen aktiv auf das Web zu und priorisieren dabei Quellen, denen sie Vertrauen zuschreiben. Dieses Vertrauen wird nicht explizit vergeben, sondern aus verschiedenen Signalen abgeleitet: Wie konsistent ist die Information? Ist eine Quelle an mehreren Stellen im Netz präsent? Ist die Autorschaft klar erkennbar? Gibt es Belege für Expertise?
ChatGPT ohne Web-Zugriff stützt sich auf Trainingsdaten – also auf das, was zum Zeitpunkt des Trainings im Web indexiert und als qualitativ hochwertig bewertet war. Neuere Versionen mit Web-Zugriff funktionieren ähnlich wie Perplexity: Sie suchen aktiv, wählen Quellen aus und zitieren. In beiden Fällen gilt: Je klarer strukturiert und je vertrauenswürdiger Ihre Inhalte wirken, desto wahrscheinlicher eine Erwähnung.
Was KI-Systeme als vertrauenswürdige Quelle erkennen
Der Begriff, der hier massgeblich ist, kommt aus der Google-Welt: E-E-A-T, also Experience (Erfahrung), Expertise, Authoritativeness (Autorität) und Trustworthiness (Vertrauenswürdigkeit). Diese Signale beeinflussen auch, welche Quellen KI-Systeme bevorzugen. Konkret bedeutet das: Klare Autorschaft mit einem realen Namen und nachvollziehbarem Hintergrund; konsistente Unternehmensdaten auf allen Plattformen; Erwähnungen durch Dritte (Branchenverzeichnisse, Artikel, Partnerseiten); und ein Google Business Profil, das vollständig und aktiv ist.
Was KI-Systeme nicht als Qualitätssignal werten: generische Marketingtexte ohne konkrete Aussagen, Inhalte ohne erkennbare Autorschaft, Seiten ohne strukturierten Aufbau. Ein Text wie "Wir bieten professionelle Dienstleistungen in höchster Qualität" kann von keiner KI sinnvoll zitiert werden – er enthält keine Information.
Inhalte, die KI-Systeme besser verstehen und zitieren
Der wirksamste inhaltliche Schritt ist die Einführung klarer FAQ-Bereiche auf Ihren Hauptseiten. KI-Systeme sind darauf ausgelegt, Fragen zu beantworten – und sie zitieren Quellen, die eine Frage direkt und präzise beantworten. Eine FAQ-Sektion mit konkreten Fragen ("Was kostet ein Treuhänder in der Schweiz?") und klaren, sachlichen Antworten ist ideal für KI-Zitate.
Darüber hinaus helfen: klare Überschriften (H2, H3) mit Schlüsselbegriffen, spezifische Aussagen mit konkreten Zahlen oder Einschätzungen statt vager Allgemeinplätze, und lokaler Kontext wie Ortsbezeichnungen und schweizspezifische Referenzen. Was strukturell schadet: Texte, die als Fliesstext ohne Gliederung geschrieben sind und keine abgeschlossenen, zitierfähigen Aussagen enthalten.
Technische Grundlagen, die zählen
Schema-Markup ist eine technische Auszeichnungssprache, die Suchmaschinen und KI-Systemen hilft, den Inhalt einer Seite korrekt einzuordnen. Für Dienstleister besonders relevant: LocalBusiness-Markup (Unternehmensname, Adresse, Telefon, Öffnungszeiten), Person-Markup (Name, Berufsbezeichnung, Expertise) und FAQ-Markup. Diese Auszeichnungen sind für den Nutzer unsichtbar, erhöhen aber messbar die Wahrscheinlichkeit, dass ein KI-System Ihre Inhalte korrekt versteht und zitiert.
Daneben zählen die klassischen technischen Grundlagen: schnelle Ladezeiten, korrekte Mobildarstellung, HTTPS. Diese Faktoren beeinflussen das allgemeine Vertrauen, das Suchsysteme – klassische wie KI-basierte – einer Quelle zuschreiben.
Was ich in der Praxis häufig sehe
Die meisten Schweizer Dienstleister haben aktuell keine strukturierten Inhalte, die für KI-Zitate geeignet wären. Keine FAQ-Bereiche, keine klare Autorschaft auf den Seiten, keine Schema-Auszeichnung. Das ist keine Kritik – es ist der aktuelle Stand des Markts. Und er bedeutet: Die Hürde, heute sichtbarer als die Konkurrenz zu werden, ist noch vergleichsweise tief.
Was ich ausserdem sehe: Dienstleister, die beginnen, ihre Inhalte zu strukturieren und konkrete Fragen zu beantworten, berichten bereits von ersten Erwähnungen in Perplexity-Antworten oder Google AI Overviews. Diese Entwicklung wird sich fortsetzen. Wer früh anfängt, baut eine Basis auf, die mit der Zeit an Wert gewinnt.
Was in Ihrem Fall meist den grössten Hebel hat
Der schnellste, wirkungsvollste erste Schritt: FAQ-Bereiche zu Ihren wichtigsten Dienstleistungen hinzufügen. Formulieren Sie die Fragen so, wie Ihre Wunschkunden sie tatsächlich stellen würden – und beantworten Sie sie sachlich, präzise und ohne Werbetextur. Drei bis fünf Fragen pro Seite reichen als Anfang.
Zweiter Schritt: Autorschaft sichtbar machen. Ihr Name, Ihre Berufsbezeichnung und ein kurzer Hintergrund sollten auf Ihrer Website klar erkennbar sein – nicht versteckt im Impressum, sondern auf der Startseite und auf Ihren Leistungsseiten. Das ist ein Signal, das KI-Systeme direkt auswerten. Dritter Schritt: NAP-Konsistenz sicherstellen. Firmenname, Adresse und Telefonnummer müssen auf allen Plattformen – Website, Google Business, Verzeichnisse – exakt übereinstimmen.
Häufige Fragen
Kann ich direkt beeinflussen, was ChatGPT über mein Unternehmen sagt?
Direkt kontrollieren nein – aber beeinflussen ja. Indem Sie Ihre Inhalte strukturieren, klare und sachliche Antworten auf relevante Fragen bieten und Ihre Online-Präsenz konsistent aufbauen, erhöhen Sie die Wahrscheinlichkeit, dass KI-Systeme Sie als glaubwürdige Quelle einordnen und erwähnen.
Wie funktioniert Google AI Overviews anders als klassische Google-Suche?
Klassische Google-Suche zeigt eine Liste von Links – Sie konkurrieren um einen Platz in dieser Liste. AI Overviews generieren eine direkte Antwort in Fliesstext und zitieren Quellen. Sie erscheinen nicht mehr "auf Rang 3", sondern werden entweder in der Antwort erwähnt oder nicht. Das ändert die Logik der Optimierung grundlegend.
Wie lange dauert es, bis Änderungen in KI-Antworten sichtbar werden?
Das ist schwer vorhersagbar und variiert stark zwischen den Systemen. Bei Perplexity und Google AI Overviews mit Web-Zugriff können Änderungen innerhalb von Wochen wirken. Bei ChatGPT ohne Web-Zugriff hängt es vom nächsten Trainingszyklus ab. Generell: langfristiger Aufbau ist wichtiger als kurzfristige Optimierung.
Brauche ich für GEO separate Inhalte oder reicht die bestehende Website?
In den meisten Fällen reicht die bestehende Website – wenn sie strukturell verbessert wird. FAQ-Bereiche hinzufügen, Autorschaft sichtbar machen, Schema-Markup ergänzen: Das sind Erweiterungen der bestehenden Seite, keine neue Website. Nur wenn die aktuelle Website technisch sehr veraltet ist, lohnt ein Neubau.
In ChatGPT, Google AI Overviews und Perplexity sichtbarer zu werden ist kein Hexenwerk – es ist strukturierte Arbeit. Klare Inhalte, erkennbare Autorschaft, konsistente Daten und technische Grundlagen: Diese vier Elemente zusammen bilden die Basis dafür, dass KI-Systeme Sie als vertrauenswürdige Quelle einordnen.
Wenn Sie wissen möchten, wie Ihre aktuelle Website in diesem Bereich aufgestellt ist und welche Schritte den grössten Unterschied machen würden, sprechen wir das gerne durch.
Was GEO-Optimierung für Schweizer Dienstleister im Detail bedeutet und wie ich dabei vorgehe, finden Sie auf der GEO-Leistungsseite.
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Amel Lozic – Inhaber Innoloza
Ich unterstütze Schweizer Dienstleister dabei, über Google und KI-Suche planbar qualifizierte Anfragen zu gewinnen. Mein Hintergrund liegt im B2B-Vertrieb, Business Development, CRM-Aufbau und in der Leadgenerierung.
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